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Österreicher lassen sich Urlaub nicht vermiesen

Reisen und Erholung bleiben weiterhin ein fester Lebensbestandteil, wie zwei verschiedene Studien vor kurzem festgestellt haben

Trotz diverser Negativszenarien, Schuldenkrise und Belastungswellen ist die Urlaubsstimmung der Österreicher ungetrübt. Dies belegen zwei Studien, die anlässlich der Wiener Ferienmesse Mitte Jänner präsentiert wurden. Sowohl der „Ruefa-Reisekompass 2012”, als auch die Untersuchung der Statistik Austria, vorgestellt vom Corps Touristique Austria, orten eine ungebrochene Reiselust und zeigen neue Trends sowie Veränderungen im Urlaubsverhalten der Österreicher auf.

Im Auftrag von Ruefa Reisen befragte die Karmasin Motivforschung über 500 ÖsterreicherInnen (Zeitraum November 2011) zu ihren Urlaubsplänen für 2012. Demzufolge wollen 75 Prozent im heurigen Jahr verreisen, ein Fünftel davon sogar öfter als in der Vergangenheit, wobei diese bereit sind, mehr als 2010 auszugeben.

„Die Urlaubsreise ist im Lebensstil der Österreicher fest verankert. Für die Mehrheit ist vor allem der Sommerurlaub unverzichtbar. Außerdem schätze ein Großteil der Befragten ihre persönliche wirtschaftliche Situation unverändert gut ein“, so Helene Karmasin bei der Präsentation der Umfrage.

Das kann auch Martin Bachlechner, Vorstandsdirektor der Verkehrsbüro Group, bestätigen. „Bisher besonders stark nachgefragt für den Sommer 2012 wurden Spanien mit einem bisherigen Buchungsanteil von 13,2 Prozent, die Türkei (12,4 Prozent) und Italien (12,1 Prozent). Sehr gut liegen auch Deutschland (8,3 Prozent), Ägypten (5,5 Prozent) und Griechenland (5,4 Prozent). Bei Griechenland wie auch Kroatien geht es traditionell erst etwas später im Jahr los. Hier könnte der Buchungsanteil noch steigen“.

Die Statistik Austria ortet eine ähnliche Entwicklung. Laut der von Simion Giurca, Präsident des Corps Touristique und Direktor des Rumänischen Tourismusamtes, präsentierten aktuellen Umfrage (3.500 Befragte jedes Quartal), verzichtet der Großteil der Österreicher auch heuer nicht auf den Urlaub und ist bereit mehr auszugeben. Für 2012 wird eine Reiseintensität etwa auf Vorjahrsniveau (6,5 Mio. Urlaubsreisen) erwartet, wobei die Auslandsreisen um rund 3 Prozent steigen sollen. Der Trend zum Kurzurlaub (2011 plus 11,3 Prozent) im Verhältnis zu Haupturlaubsreisen (2011 plus 2,4 Prozent) wird sich weiter fortsetzen – nach der Devise „öfter, aber dafür kürzer”.

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