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AUA-Rettung aus Waizenkirchen

Man hätte eine Stecknadel im Raum fallen hören können, als Mittwoch dieser Woche beim Luftfahrtsymposium in Wien Lufthansa-CEO Wolfgang Mayrhuber als letzter der siebenköpfigen Gesprächsrunde von Moderator Rudolf Nagiller erstmals angesprochen wurde. Das Klicken der Fotoapparate bildete die einzige Geräuschkulisse. Alfred Ötsch, AUA-CEO mit Ablaufdatum, saß angespannt zu seiner Linken, Flughafen Wien Vorstandschef Herbert Kaufmann, zu seiner Rechten. Ein Bild, das mehr als tausend Bände sprach. Mayrhuber. Gebürtiger Waizenkirchener.

Eine Marktgemeinde im oberösterreichischen Hausruckviertel mit 3.650 Einwohnern. Als kleiner Techniker kam er zu Lufthansa, zu einer Zeit, die gerade den Übergang vom Rechenschieber zum Rechner vollzog. Seit fünf Jahren sitzt er an der Spitze der Airline, die heute nahezu alle Trümpfe im globalen Airlines-Kartenspiel in der Hand hält. Mayrhuber ist das Zentralgestirn der Weltluftfahrt, um das sich alles dreht. Eine Aussage rund um die AUA Privatisierung hatte er sich im Vorfeld verbeten. Sein Kommunikationschef hatte ihm sogar abgeraten, nach Wien zum Luftfahrtsymposium zu reisen. Doch Mario Rehulka, dem Organisator dieser Veranstaltung und guter Freund aus dessen Vorstandsjahren bei der AUA, wollte er nicht im Stich lassen. Ein Mann ein Wort. Das ist Wolfgang Mayrhuber. Uneitel. Ruhig. Souverän. Anzug von der Stange. Hemd ohne Doppelmanschette. Durchschnittskrawatte. Natürlich und bescheiden.

Mehr braucht der sympathische Wuschelkopf aus Waizenkirchen nicht, um erfolgreichster CEO der Luftfahrt zu sein. Er sagte nicht viel. Doch was er von sich gab, war mehr als genug. Das System (AUA-Lufthansa) passe zusammen. Netzüberlappung wäre in Europa kein Nach- sondern ein Vorteil. Wichtig für Lufthansa sei es, Geld zu verdienen. Entscheidend sei es, wie bei jedem Investment, schnell aus der Verlust- in die Gewinnsituation zu kommen: „Alles, was wir machen, wird Wert schöpfend organisiert.“ Der Konsolidierungs- und Ausscheidungsprozess in Europa sei ein Faktum. Jetzt gehe es um die Vernetzung von Standorten. Für Lufthansa sei Deutschland der Standort, Europa der Heimatmarkt und die Welt der Wachstumsmarkt. Lufthansa ist der logische Favorit bei der AUA Privatisierung. Mayrhuber weiß das. Und gönnen will er die Braut auch keinem anderen, wie Moderator Nagiller treffend und pointiert feststellte. Am Ende des Tages ist es — allen Unkenrufen zum Trotz — die einzig sinnvolle und langfristig wirkungsvollste Lösung, erlaubt sich hinzuweisen der

Lupo

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