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Mumpitz

Neues Jahr, neues Glück. So erfreuen uns jene, die wir gewählt haben mit frohen Sprüchen, die unsere Ganglien in Bewegung halten sollen, während ihre in eine Art Ruhestand versetzt werden. Gleich zu Anfang will der Obmann einer mühseligen 5-Prozent-Partei Josef Bucher, „der elendige Heuchlerbande der ÖVP das Handwerk legen und sie aus dem Amt jagen.“ Starke Ansage eines Chefs einer Minipartei. Wie er das machen will, hat er nicht gesagt. Was hätte er auch sagen sollen, außer Mumpitz.

Vollkommen perplex machte uns Heinz-Christian Strache, der beim blauen Neujahrstreffen formulierte: „Unsere Stärke ist die positive Kraft der Liebe“. Mehr Verwunderung hätte nur der Papst auslösen können, wenn er öffentlich geflucht hätte. Aber so ist er unser Heinz-Christian. Immer glaubwürdig, immer überzeugend und mental aufgerüstet für die Übernahme des Großen Goldenen Ehrenzeichens mit dem Stern.
Der Zar aller Niederösterreicher will das Amt des Bundespräsidenten abschaffen, um welches er sich noch letztens intensiv beworben hatte. So unter dem Motto, wenn’s ich nicht bin soll’s keiner sein, erntete er eigentlich nur Kopfschütteln, vor allem weil er ja nicht an irgendjemandem, sondern an seiner eigenen Partei scheiterte. Eigenartigerweise will sich Fischer nicht abschaffen lassen.
Und das zeigte er gleich aus gegebenem Anlass. Die Rülpser die HC Strache am Wiener Kooperationsball von sich gab, so wie „Wir sind die neuen Juden“, was nicht nur Ariel Muzicant erschreckte, sondern auch alle treuen Recken sowie die vollkommen irrsinnigen Vergleiche mit den Novemberprogromen 1938 mit über 400 Toten, ließen den Bundespräsidenten vollkommen unüblich sofort agieren. Er verweigerte die Unterschrift unter die Verleihungsurkunde des Ordens an Strache. Natürlich hat wie immer der das nicht so gesagt, nicht so gemeint und fühlt sich verfolgt. Auch wie immer.
Erschrecken musste eine APA Meldung, dass der immer kampfbereite grüne  Zivildienstler Peter Pilz ein Verbot von Massenvernichtungswaffen für SPÖ und ÖVP forderte. Alle die bisher gar nicht wussten, dass wir so was haben, wurden später beruhigt, er meinte „Massenverwirrungswaffen“. Na das geht.
Wie schwer die deutsche Sprache auch für diejenigen ist, die diese nicht unberechtigt als Grundvoraussetzung für die Einwanderung sehen, zeigt uns FP-Gudenus: „Brauner & Co verspielen Drippel-A von Wien“. Bis heute weiß man nicht, was er uns damit sagen wollte, jedenfalls nicht, dass er Deutsch beherrsche.
Zuletzt soll noch die letzte Meldung von der EU-Front uns alle erfreuen.
Der Riesen-Rettungsschirm soll 1.500.000.000.000 Euro betragen. Abgesehen davon, dass Riesen keinen Rettungsschirm haben klingt das eher nach Fallschirm. Für uns alle.

Scorpios

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