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Niko ist Geschichte. Wrabetz nicht.
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Der Generaldirektor des ORF glaubt nicht, dass der ORF durch die Büroleiter-Debatte Schaden genommen hat, im Gegenteil: Sie habe gezeigt, wie wichtig die Unabhängigkeit des ORF für viele ist. Da kann man nur sprachlos sein und es gibt nur ein Wort dafür, das wir uns aus dem Jiddischen entleihen müssen: Chuzpe. Zuviel an Frechheit, Dreistigkeit und Unverschämtheit steckt in diesem einen Satz jenes Mannes, den wir mit unseren Zwangsgebühren durchfüttern müssen.
Kein Wort darüber, dass er das ganze vom Zaun gebrochen hat, kein Wort darüber, dass er gegen geltendes Recht verstoßen hat, kein Wort darüber, dass nicht er, sondern der Protest der Redakteure und der Rückzug von Jungpelinka diese Schmonzette beendet hat, nein, er ist beeindruckt. Wahrscheinlich der Einzige in ganz Österreich. Denn er lässt sich ja nicht erpressen, hält an seinen falschen Entscheidungen fest und ist Generaldirektor eines Unternehmens, von dem jetzt – laut einer „Profil“-Umfrage der Karmasin Motivforschung – 61 Prozent der Österreicher glauben, die SPÖ regiert den ORF. Die 14 Prozent, die glauben, dort regiert die ÖVP, werden in etwa das kommende Wählerpotential der Partei sein und ein bisserl Wunschdenken.
Michael Fleischhacker schreibt nicht unoriginell in der Presse: „Je lächerlicher der General, desto unabhängiger der ORF“ und setzt am Ende die abgewandelten Worte aus Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“: „Und so sehen wir betroffen, den Vorhang zu und alle Fragen offen.“
Der ORF-Chef von politischen Gnaden hat knapp vor dem Schlusspfiff vom ORF-Stiftungsrat die gelbe Karte erhalten. Die Rote wäre besser gewesen.
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