Verkehr

Asien gräbt dem Atlantik das Wasser ab

Kontinentalverschiebung der Luftfahrtglobalweb

Der Flugverkehr zwischen Europa und Nordamerika ist zwar mit mehr als 60 Mio. Passagieren 2011 nach wie vor der aufkommensstärkste der Welt zwischen den einzelnen Regionen, doch ist es nur mehr eine Frage weniger Jahre, bis ihm von den Verbindungen Europa - Asien der Rang abgelaufen wird: Diese halten bereits bei mehr als 53 Millionen Passagieren und weisen ein nahezu doppelt so hohes Wachstum auf. Setzt sich der Trend fort, wird 2015 der Nordatlantik seine Nummer 1 Position abgeben müssen. Wobei generell die stärksten Impulse des weltweiten Wachstums im Reisegeschäft von Asien ausgehen. Dort befinden sich auch sieben der zehn am stärksten frequentierten City-Pair-Verbindungen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Auswertung der Marktanalyse „Amadeus Total Demand“, die vom GDS (Global Distribution System) Amadeus Ende voriger Woche auf Basis der Daten für 2011 präsentiert wurde.

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´Treibstoff-Klotz drückt auf Emirates-Höhenflug

Rekordumsatz steht Ergebniseinbruch gegenüber – die Rechnung für Jet-Fuel wuchs überproportional um mehr als zwei Fünftel

Ende voriger Woche wurden die mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen von Emirates Airline für das Geschäftsjahr 2011/2012 (per Ende März) bekannt gegeben. Die Airline aus Dubai machte bereits zuvor kein Hehl daraus, dass ihr die enorm gestiegenen Treibstoffkosten das Leben schwer machen und die hervorragenden Vorjahreswerte (Gewinn per Ende März 2011 umgerechnet 1,044 Mrd. Euro) verfehlt werden würden. Am Ende waren es für die gesamte Gruppe rund 489,9 Mio. Euro und 318,6 Mio. Euro für den Kernbereich Emirates Airline. Laut Ahmed bin Saeed Al Maktoum, Chairman und Chief Executive (CEO) von Emirates, kletterten die Treibstoffpreise um mehr als zwei Fünftel in die Höhe und erreichten mit 5,14 Mrd. Euro ein Rekordniveau.

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Bahn als starker Partner für Tourismus-Organisationen

ÖBB bündelt alle touristischen Aktivitäten bei Rail Tours – Start mit „Snow, Ski & Rail“ – tolle Perspektiven

Der Ankündigung folgten nicht im Eilzugs-, sondern sogar im Hochgeschwindigkeitszugstempo Taten: die ÖBB wird ihre Zusammenarbeit mit dem Tourismus intensivieren. Als ÖBB-General Christian Kern dies vor kurzem im Rahmen eines „Journalistenseminars“ der Bundessparte Tourismus in St. Anton zur Sprache brachte (T.A.I berichtete in der vorigen Ausgabe darüber), war die Weichenstellung zur konkreten Umsetzung bereits erfolgt. Bloß: Sagen durfte Kern dies noch nicht, denn der Aufsichtsrat der ÖBB Personenverkehrs AG musste noch seinen Sanctus dazu geben. Jetzt ist es fix: Mit sofortiger Wirkung werden die gesamttouristischen Aktivitäten der Bahn an deren Tochter Rail Tours übertragen, die zu diesem Zweck gleich in ÖBB Rail Tours umgetauft wurde. Die wichtigsten Partner, die angesprochen werden sollen, sind Tourismusverbände und Bergbahnen.

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1 Mrd. weg, Kranich im Sturzflug

AUA-Troubles? Um LH steht‘s schlimmer

Der einst als Swiss-Sanierer gefeierte und seit eineinhalb Jahren amtierende Lufthansa CEO Christoph Franz gerät immer stärker unter Druck: Angetreten um den durch Übernahmen von AUA und BMI geschwächten und selbst vor großen strukturellen Problemen stehenden Kranich-Konzern rasch wieder auf Kurs zu bringen, rutscht dieser immer stärker in die Krise. Mit einem hundsmiserablen Quartalsergebnis fiel Lufthansa jetzt sogar auf das Niveau der krisengeschüttelten Air France-KLM. Diese war 2011 die sich am schlechtest entwickelnde Top-30 Airline der Welt und übertraf von der Negativ-Performance her sogar die in die Pleite geschlitterte American Airlines sowie die angeschlagene Air Berlin. Keine gute Benchmark also für den Kranich und dessen CEO. Nur Treibstoffpreise, Ticketsteuern und Konjunktur dafür verantwortlich zu machen, ist zu wenig. Mit denen haben auch die Mitbewerber zu kämpfen. Entsprechend rund ging es am Dienstag dieser Woche bei der LH-Hauptversammlung am Unternehmenssitz in Köln.

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Das Ende der Fliege. Niki bleibt trotzdem weiter Niki

Hoch profitable Österreich-Tochter der Air Berlin wird noch näher an ihre Mutter herangeführt – 12 Mio. Sanierungsbeitrag für 2012

Die heikelste Meldung hoben sich Air Berlin CEO Hartmut Mehdorn und Christian Lesjak, Geschäftsführer von deren 100prozentiger Österreich-Tochter FlyNiki, für das Finale jenes Fachgespräches am Montag dieser Woche in Wien auf, das erstmals ohne Airline-Gründer Niki Lauda von statten ging: Die FlyNiki-Flieger werden ab Herbst mit ihrer Bemalung an jene der deutschen Mutter angeglichen, mit weißem Rumpf, rotem Bauch und dominanter Air Berlin-Heckflosse. Auf Niki deutet künftig nur noch das große Niki-Logo im vorderen Bereich der Flugzeuge hin. „Die komplizierte Fliege kommt runter“, kommentierte Air Berlin-Sanierer Hartmut Mehdorn diese Maßnahme, in der er eine weitere Möglichkeit zur Kosteneinsparung sieht. Auch beim Bordcatering soll der Sparstift angesetzt werden (siehe Kasten). Wird das herausragende Niki-Produkt durch diesen Prozess am Ende verwässert?

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